26.02.2010

Ankunft im Hostel in Peking…

Nach Aufbruch um 5:00 Uhr Früh und insgesamt 19stündiger Reise (wieso das so lange gedauert hat ist mir immer noch ein Rätsel) erreichen wir gegen Mitternacht Peking – es hat minus 2 Grad Celsius (also ganze 37 Grad weniger als in Singapur!). Es ist zwar kalt, aber wir waren auf einen viel größeren Schock eingestellt gewesen – darum sind wir zumindest vorübergehend ganz gut mit Kapuzenjackerl, 2 T-Shirts übereinander, Jeans und Sportschuhen ausgekommen – ich Streber hab mir ja zusätzlich noch eine (viel zu große) Mütze und Handschuhe in Singapur in einem Spezialgeschäft “Wintertime” besorgt *gg* Außerdem hab ich dank fürsorglicher Pimplpampl auch einen Schal dabei… *dankeschönst*

So erreichen wir dann mitten in der Nacht via Airport-Express, U-Bahn und Füssen unser Hostel – das überraschenderweise (vor allem wenn man die Seitenstraße sieht, in der es liegt) echt top ist: Die Leute hier sprechen super Englisch, sind äußerst freundlich und hilfsbereit. Alles ist sehr heimelig mit IKEA-Möbeln ausgestattet, es gibt eine gut eingerichtete Bar mit der besten Heißen Schokolade, die ich je getrunken habe und was wesentlich wichtiger ist: mit echt gutem Cappuccino! Auch das Essen hier ist sehr gut: Frühstück mit Eierspeis, Marmelade, Toast, Butter und Orangensaft (1,60€) und leckere Italienische (!!!) Spaghetti mit Hendl und Rahmsauce (2,60€) *yummy*

hostel

Hostel von außen – sehr hübsch!

bar

coole Bar mit Ikea-Möbeln und Billard-Tisch (ist in Natura nicht so finster!)

Und auch das Bad ist tiptop sauber und hatte (HURRA!!!) auch normale Klos (nicht nur diese Löcher im Boden!). Auch unser Zimmer ist sehr hübsch: Es ist dank Michelle’s Sparmaßnahme zwar ein 8-Bett-Zimmer aber schön freundlich mir Holzstockbetten und Holzschränken (mit Schlössern) ausgestattet. Außerdem gibt es in der “Lobby” 5 Computer mit Internet-Zugang zur freien Benutzung! Also wer einmal in Peking ist und eine echt günstige, sehr gute Absteige sucht, dem empfehle ich mit gutem Gewissen das “Heyuan International Youth Hostel” (CNY 45 /4,8€ pro Nacht im 8-Bett-Zimmer).

badezimmer

Sowas wünscht man sich in Hall 7…

hostel zimmer… auch das Zimmer schaut freundlicher aus

Alles wunderbar! Alles? Nicht ganz: Wir haben die zweifelhafte Ehre, mit etwa 4-5 Chinesischen Mädeln im Zimmer zu schlafen und scheinbar gibt es im ländlichen China, wo die scheinbar herkommen, keine Türen mit Türklinke. Denn jeden Morgen zwischen 5:00 und 7:00 Uhr Früh werden wir unsanft durch einen mehrfachen vergeblichen Versuch die Türe mit einem unglaublich heftigen Schwung ins Schloss fallen zu lassen, aufgeweckt. Aber eines muss man den Chinesen lassen: Sie sind hartnäckig! Sie versuchen es mindestens 5x bis sie schließlich aufgeben und die Türe einfach sperrangelweit offen offen lassen – bei Minusgraden draußen…!

Und es gibt scheinbar im ländlichen China auch keine Kopfhörer, denn die lieben Mädels haben keine Skrupel mitten in der Nacht oder in Allerherrgottsfrüh (ohne Kopfhörer) irgendwelche stupiden Chinesischen Sit-Coms am Laptop anzuschauen…!

Aber dafür können sie gut kochen – leider mitten im Zimmer. Am liebsten diese ekelhaften Fertigsuppen, wo man nur noch heißes Wasser dazugeben muss – die ganze Bude stinkt regelmäßig danach, wenn wir nach Hause kommen…!

Sie reden die ganze Zeit kein Wort mit uns, aber ein Foto von uns Westlern wollen sie dann doch immer wieder unbedingt haben – für uns ein (noch) etwas ungewohntes Gefühl…

Aber etwas Gutes hat dieser Chinesische Hostel-Terror doch: Schon nach der ersten Nacht lernen wir dadurch Rimba kennen, meine Bett-Nachbarin aus Indonesien (Surabaya). Sie macht ein Praktikum hier in Peking und kann echt super gut Englisch. Sie ist gläubige Muslimin (trägt immer Kopftuch außerhalb des Zimmers und betet jeden Abend) und eine echt lustige Person. Wir machen uns einen Spaß daraus, die Chinesinnen zu pflanzen und werden in der kurzen Zeit wirklich Freunde. Ich hab ihr eh schon angedroht sie zu besuchen, wenn ich in Indonesien bin…

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